Hinterland Hack bringt neue Ideen für den KI-Marktplatz

Sieben Unternehmen, über 60 Teilnehmer:innen, 48 Stunden hacken und 5.000 Euro für das Gewinnerteam – das ist die Bilanz des Hinterland Hack 2021. Bei der Veranstaltung der Founders Foundation war ein Team des KI-Marktplatzes als Challengegeber vor Ort und bekam innovative Lösungsideen präsentiert, die nun weiterentwickelt werden.

Sie fragen vielleicht: Was ist überhaupt ein Hackathon? Diese Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ beschreibt eine Veranstaltung, während der Herausforderungen aus der Industrie kollaborativ und im Wettbewerb gelöst werden. Und genau das haben über 60 engagierte, kreative und ehrgeizige Hacker während des Hinterland Hack vom 17. bis 19. September getan.

KI-Challenge für den KI-Marktplatz

Dabei galt es, sieben reale Challenges von Unternehmen der Region zu lösen. Mit dabei als Challengegeber: der KI-Marktplatz. Die Aufgabe: Die Hacker sollten einen virtuellen Assistenten (beispielsweise einen Chatbot) entwickeln, der Nutzer:innen der Plattform bei der Suche nach geeigneten Apps, Bausteinen und Diensten auf dem KI-Marktplatz unterstützt. Dadurch soll die Funktionalität der Plattform sowie das Nutzungserlebnis verbessert werden.

In nur 48 Stunden sind dabei großartige Ideen entstanden. Ruslan Bernijazov, Technischer Projektleiter im KI-Marktplatz, zeigte sich begeistert: „Die Ansätze des Teams haben uns neue Wege zur Informationsbereitstellung für die Kunden aufgezeigt, die wir so nicht auf dem Schirm hatten. Ihre innovativen Ideen bieten hohes Potenzial zur Kundenansprache.“

The final pitch is on. Source: Founders Foundation

Software-as-a-Service für KI-Anbieter:innen

Eine Software-as-a-Service-Lösung überzeugte: Mithilfe eines 3D-Visualisierungstools werden KI-Lösungen und ihre Mehrwerte direkt in einem virtuellen Produktionsumfelds dargestellt. Die Vorteile liegen auf der Hand: KI-Nutzer können die Benefits einzelner KI-Lösungen quasi live und im Anwendungsbezug erkennen. Die Suche nach der passenden KI-Lösung wird für Unternehmen vereinfacht und so auch verkürzt. Anbieter:innen wiederum können die Vorteile ihrer Angebote klar und praxisnah darstellen, ihre Conversion Rates erhöhen und somit Marketing- und Vertriebskosten einsparen.

Den Hackathon gewonnen hat das Team rund um Raja Sekhar Thota, Machine Learning Intern bei der HRS Group und Masterstudent an der FOM Universität, zwar nicht, aber er ist sich trotzdem sicher: „Mit unserer Lösung können Unternehmen die Nadel im Heuhaufen – die bedarfsgerechte KI-Lösung – sicherlich finden. Wir sind jetzt gespannt darauf, unsere Idee weiterzuentwickeln und dabei ebenfalls eng mit dem KI-Marktplatz zusammenzuarbeiten.“

Im KI-Marktplatz entsteht eine gleichnamige Plattform, auf der Anbieter:innen, Anwender:innen und Expert:innen Lösungen für KI entwickeln und austauschen können. Die Vision ist ein Marktplatz, der neben einem intelligenten Matching auch einen geschützten Raum für sicheren Datenaustausch und Datensouveränität bietet. Hinzukommen soll ein App-Store für KI-Lösungen sowie ein Angebot an umfassenden KI-Lösungen dank eines Baukastenprinzips. Mit Formaten wie dem Hackathon möchte das Projekt zum einen auf die Plattform aufmerksam machen, zum anderen aber auch wertvollen Input für die Entwicklung der Plattform erhalten.

 

Wenn Sie direkte Eindrücke des Hackathon-Wochenendes sehen möchten, schauen Sie gern  auf dem YouTube-Kanal der Hinterland of Things. Alle Infos rund um den Hackathon gibt es auch auf der Website.

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